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Wer
hätte auch schon gedacht,
dass man erst bei einer ehemaligen Crossover-Kapelle einsteigen muss, bei
der man dann gezwungen wird, deutsche Texte zu schreiben, um völlig
unverhofft so etwas wie die für die persönlichen Vorlieben ideale
musikalische Situation zu finden.
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Zwei
Kerle im Keller, umgeben von Saiteninstrumenten, inspiriert von gemeinsamen
Vorlieben, wie z.B. genau dieser gemeinsamen Leidenschaft für den
amerikanischen Lagerfeuerklang, Ruhe, eine lockere Atmosphäre, die
feste Absicht, in erster Linie Musik zu machen, die einem selbst gefällt.
Und so wurde eben aus einer Session eine lange Reihen von solchen, die
ihr Ende noch lange nicht gefunden hat. |
Völlig fälschlicherweise
habe ich bei einem Solo-Auftritt mal behauptet, ich säße
meistens mit einem Freund im
Keller und schriebe deprimierende Lieder. Das stimmt nicht! Sie sind
alles andere als das. Hoffnungsvoll eher, mal direkt, mal poetisch,
aber alltagstauglich
im besten Sinne … naja, sofern man das als angeblich letzter lebender
Romantiker behaupten kann.
Früher habe
ich auch gedacht, man müsse sich schlecht fühlen, um gute
Lieder zu schreiben. Stimmt aber auch nicht!
Alles, was man dafür braucht ist das Fragment einer Idee, die richtige Umgebung
und ein wenig gegenseitige Inspiration.
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Und
auch wenn ich selber nicht immer all das dazumischen würde, was mein experimentierfreudiger Freund
aus dem Keller sich so zusammensucht – so halten sich eben Reduktion
und Experimentierfreude die Waage. Und auch das ist eben – motovun!
Marc, Osnabrück,
im August 2006
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